Kombispeicher

Ein Kombispeicher vereint einen Heizungspufferspeicher und die Trinkwassererwärmung in einem gemeinsamen Gehäuse. Er wird häufig als Tank-in-Tank-System ausgeführt, bei dem ein kleinerer Trinkwasserbehälter im heißen oberen Bereich des umgebenden Heizwasserpuffers schwimmt.

Was ist das / Wie funktioniert es

Ein klassischer Kombispeicher ist ein thermischer Zweizonen-Behälter, der zwei getrennte Wasserkreisläufe platzsparend miteinander verbindet. In der weit verbreiteten Tank-in-Tank-Bauweise befindet sich im oberen, heißesten Drittel des großen Heizwasserbehälters ein kleinerer, druckfester Trinkwasserbehälter (aus emailliertem Stahl oder Edelstahl).

Das den Innenbehälter umspülende Heizungswasser dient als Wärmeträgermedium. Wenn der Hauptkessel (wie ein Pelletkessel, Holzkessel oder Ölbrenner) den Heizwasserpuffer auflädt, erwärmt die umgebende Heizwasserhülle automatisch das im Innentank stehende Trinkwasser über dessen Behälterwandung.

Durch die thermische Auftriebsbewegung im Puffer sammelt sich das wärmste Wasser stets ganz oben um den Trinkwasserteil, während der untere Speicherbereich für kühle Heizungsrückläufe oder die Einkopplung von Solarthermie-Wärmetauschern zur Verfügung steht.

Wann ist es sinnvoll

Kombispeicher spielen ihre Stärken vor allem bei beengten Platzverhältnissen und biogenen Heizsystemen aus:

  • Abgrenzung zu getrennten Speicher-Stellplätzen: Müssen ein Heizungspuffer (typischerweise etwa 500 bis 800 Liter) und ein separater Trinkwasserspeicher (typischerweise etwa 200 bis 300 Liter) aufgestellt werden, verdoppeln sich Stellfläche, Verrohrungsaufwand und Bereitschaftsverluste. Der Kombispeicher benötigt nur eine einzige Standfläche.
  • Abgrenzung zu Hygienespeichern: Im Gegensatz zum Hygienespeicher, der das Trinkwasser im Durchlauf über ein Wellrohr erwärmt, wird beim Tank-in-Tank-Kombispeicher ein stehendes Trinkwasservolumen (typischerweise etwa 150 bis 200 Liter) vorgehalten. Dies bietet sehr hohe kurzzeitige Spitzenzapfmengen, erfordert aber eine Beheizung auf typischerweise etwa über 60 °C zur Legionellenprävention.
  • Sehr gut geeignet für Festbrennstoff- und Solaranlagen: Scheitholzkessel erzeugen schlagartig viel Wärme, die im Pufferteil des Kombispeichers gepuffert wird und tagelang die Warmwasserbereitung im Haushalt sichert.

Worauf achten

Die Integration eines Kombispeichers erfordert Beachtung baulicher und hygienischer Besonderheiten:

  • Einbringmaße und Kippmaß: Aufgrund der Doppelwandkonstruktion und des großen Gesamtvolumens sind Kombispeicher sehr voluminös und schwer. Türmaße, Treppenabgänge und das Kippmaß bei niedrigen Deckenhöhen müssen vorab präzise vermessen werden.
  • Sommerbetrieb beachten: Auch im Sommer muss der obere Pufferteil warm gehalten werden, damit warmes Duschwasser verfügbar ist. Bei Wärmepumpen ohne Solaranlage kann dies zu verminderter Effizienz führen, weshalb dort oft Frischwasserstationen bevorzugt werden.
  • Anodenschutz bei emaillierten Innentanks: Besteht der innenliegende Trinkwassertank aus emailliertem Stahl, muss die Schutzanode turnusmäßig geprüft werden.

Häufige Fragen

Wie funktioniert das Tank-in-Tank-Prinzip bei einem Kombispeicher?

Ein kleinerer, geschlossener Trinkwassertank ist direkt im oberen Teil eines größeren Heizwasserbehälters montiert. Das heiße Heizungswasser umströmt den Innentank und heizt das darin befindliche Trinkwasser rundherum auf, ohne dass sich die beiden Wasserarten vermischen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Kombispeicher und einem Hygienespeicher?

Im Kombispeicher steht das Trinkwasser als Vorrat in einem eigenen Innenkessel bereit. Im Hygienespeicher dagegen zirkuliert das Trinkwasser durch eine Edelstahl-Rohrschlange und wird erst während des Zapfvorgangs frisch im Durchlaufprinzip erwärmt.

Eignet sich ein Kombispeicher für den Betrieb mit einer Wärmepumpe?

Bedingt. Da Wärmepumpen bei hohen Temperaturen für die Warmwasserbereitung mehr Strom verbrauchen, ist eine saubere Trennung der Heiz- und Warmwasserzonen entscheidend. Oft sind modulierende Wärmepumpenspeicher oder Frischwasserstationen hierbei noch effizienter.

Wie viel Platz spart ein Kombispeicher ein?

Er halbiert den benötigten Stellflächenbedarf im Aufstellraum, da nur ein einziger Zylinder mit einem Durchmesser von typischerweise etwa 80 bis 100 Zentimetern aufgestellt und isoliert werden muss.

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