Was ist das / Wie funktioniert es
Die Dämmung für Flächenheizungen besteht aus Dämmplatten aus expandiertem Polystyrol (EPS), extrudiertem Polystyrol (XPS) oder Polyurethan-Hartschaum (PUR). Sie wird vor der Rohrverlegung auf der tragenden Rohdecke oder der Ausgleichsschicht vollflächig verlegt.
Die Hauptfunktion ist zweigeteilt: Zum einen stellt die thermische Dämmung sicher, dass die Wärmeenergie der Heizrohre gezielt nach oben in den Estrich und den Wohnraum abgegeben wird. Zum anderen fungieren spezielle elastifizierte Platten (EPS-T) als Trittschalldämmung nach DIN 4109, um Gehgeräusche nicht in angrenzende Geschosse zu übertragen. Der geforderte Wärmedurchgangswiderstand (R-Wert) richtet sich nach DIN EN 1264-4 und hängt von der Temperatur des darunterliegenden Bereichs ab: Über beheizten Räumen genügt typischerweise ein Mindest-R-Wert von rund 0,75 m²K/W, während über unbenutzten Kellern oder Erdreich typischerweise etwa 1,25 bis 2,00 m²K/W nachgewiesen werden müssen.
Wann ist es sinnvoll
Eine normgerechte Dämmung ist bei jeder warmwassergeführten Fußbodenheizung im Neubau und bei Kernsanierungen baurechtlich vorgeschrieben.
In der Abgrenzung zu herkömmlichen Wand- oder Deckenheizungen übernimmt die Bodendämmung zusätzlich tragende Aufgaben für den gesamten Estrichaufbau. Gegenüber reinen Trittschalldämmplatten zeichnen sich Systemdämmungen für Fußbodenheizungen durch kaschierte, reißfeste Gewebefolien mit Verlegeraster aus, die das Ausreißen von Tackernadeln verhindern. Bei sehr geringen Aufbauhöhen kommen hochdämmende PUR-Elemente (Wärmeleitstufe WLS typischerweise rund 023 bis 026) zum Einsatz, während bei Standardaufbauten meist EPS-Platten (WLS typischerweise etwa 035 bis 040) verbaut werden.
Worauf achten
Dämmplatten müssen dicht aneinandergestoßen und im Verband verlegt werden, um Schall- und Wärmebrücken zu vermeiden. Bei zweilagiger Verlegung dürfen Trittschalldämmungen nicht beliebig aufgedoppelt werden, da eine zu hohe Elastizität zu Rissbildungen im Estrich führen kann.
Wichtig ist die saubere Randabstellung: Der Folienflansch des Randdämmstreifens muss vollflächig auf der Dämmschicht aufliegen und verklebt werden, damit kein Estrichanmachwasser oder Fließestrich in die Dämmebene eindringt. Zudem muss die zulässige Zusammendrückbarkeit (CP-Klasse nach DIN EN 13163) typischerweise auf maximal etwa 5 mm begrenzt sein, um Setzungen unter Verkehrslast auszuschließen.
Häufige Fragen
Welche Norm regelt die Dämmung unter Fußbodenheizungen?
Die Mindestanforderungen an den thermischen Wärmeleitwiderstand werden in DIN EN 1264-4 verbindlich geregelt.
Darf Trittschalldämmung mehrlagig verlegt werden?
In der Regel ist typischerweise nur eine einzige Trittschalldämmschicht zulässig, um eine unzulässig hohe Nachgiebigkeit des Estrichs zu verhindern.
Warum wird PUR-Dämmung bei Sanierungen bevorzugt?
PUR bietet bei geringerer Materialstärke typischerweise einen um etwa 30 Prozent besseren Dämmwert als Standard-EPS und spart wertvolle Aufbauhöhe.
Wie wird verhindert, dass Fließestrich unter die Dämmung läuft?
Die Stöße der Dämmplatten und der Folienflansch des Randdämmstreifens werden mit speziellem Klebeband dicht abgeklebt.